Xenias Katzen-ABC: J wie Jacobson-Organ

Der 𝒢𝑒𝓇𝓊𝒸𝒽𝓈𝓈𝒾𝓃𝓃 ist im Leben von Katzen extrem wichtig. Er wird zur Kommunikation, Fortpflanzung, Jagd und Nahrungsauswahl verwendet. Katzen besitzen in ihrer Nasenschleimhaut etwa 200 Millionen (!!!) Rezeptoren von mehreren hundert verschiedenen Typen. Die Oberfläche der Nasenschleimhaut kann bis zu 4️⃣0️⃣ cm² bedecken bei uns nur bis zu 5️⃣ cm²! Zusätzlich zum normalen Geruchssinn, den wir kennen, haben Katzen ein weiteres Organ, das beim Menschen nicht (mehr) vorhanden ist: das "Jacobson-Organ", das aus zwei mit Flüssigkeit gefüllten Röhrchen besteht, die hinter den oberen Schneidezähnen beginnen und in kleinen Muskelsäckchen enden. Dieses Organ verfügt über mindestens 30 verschiedene Arten von Rezeptoren und wird von der Katze aktiv genutzt, um mehr Informationen über Gerüche zu erhalten, als sie durch bloßes Schnüffeln erhalten kann. Es ermöglicht ihr, Duftspuren (Pheromone) anderer Katzen zu erkennen und zu identifizieren. Wenn eine Katze das Jacobson-Organ benutzt, hält sie ihr Maul etwa 2 cm lang offen, diese Grimasse wird "Flehmen" (s. Bild unten) genannt. Der Duft wird aktiv aufgennommen, indem er mit der Zunge in die Röhrchen gedrückt wird. Die so gewonnen Informationen wandern über Nervenbahnen direkt ins Gefühlszentrum des Hirns. Höchstwahrscheinlich können bestimmte Verhaltens- und Stimmungsänderungen auf diese gewonnenen Informationen zurückgeführt werden. Wahrscheinlich ist der einzelgängerische Lebensstil der Wildkatzen der Grund dafür, dass Katzen mehr Rezeptoren in ihrem Jacobson-Organ haben als Hunde (Hunde haben 9 verschiedene Rezeptoren).

Flehmende Katze
Zwergi flehmt.

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